Über das Programm
Wie das Programm entstanden ist, worauf es aufbaut und wer dahintersteht.
Das Programm basiert auf einem einfachen Grundsatz: Verhalten lässt sich durch Strukturen formen, nicht durch Appelle. Motivationsrhetorik erzeugt kurzfristige Energie. Verhaltensstrukturen erzeugen dauerhafte Gewohnheiten.
Der Ansatz greift auf dokumentierte Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie zurück. Dazu gehören Mechanismen der Gewohnheitsbildung, die Rolle sozialer Verbindlichkeit, Belohnungsstrukturen und die Wirkung von Umgebungsgestaltung auf Verhalten. Keine Theorie, die nicht direkt in Übungen übersetzt wird.
Ein zentrales Element ist die Unterscheidung zwischen Aufgaben, die Routine geworden sind, und solchen, die noch Widerstand erzeugen. Das Programm arbeitet gezielt an den Widerstandspunkten.
Das Programm findet bewusst in der Gruppe statt. Nicht weil Einzelarbeit unmöglich wäre, sondern weil die Gruppe einen Mechanismus aktiviert, den Einzelarbeit nicht reproduzieren kann: soziale Verbindlichkeit.
Wenn jemand in einer Gruppe ankündigt, was er bis zur nächsten Sitzung abschließen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass er es tut. Das ist kein sozialer Druck. Es ist ein natürlicher Verhaltensmechanismus, der sonst ungenutzt bleibt.
Zusätzlich bietet die Gruppe etwas, das im Einzelsetting fehlt: das Bewusstsein, dass andere dasselbe Muster kennen. Das verändert die Haltung zum eigenen Verhalten. Aus Versagen wird Lernmaterial.
Der Ausgangspunkt war die wiederholte Beobachtung, dass viele Menschen mit demselben Muster zu kämpfen haben: viele Starts, wenige Abschlüsse. Das Muster trat unabhängig von Intelligenz, Bildung oder Erfahrung auf.
Die Ursachen wurden systematisch untersucht. Was passiert im Moment des Abbruchs? Welche Auslöser gibt es? Welche Strukturen fehlen? Die Antworten kamen aus der Verhaltenspsychologie, nicht aus der Motivationsforschung.
Aus den Erkenntnissen wurden konkrete Werkzeuge entwickelt: Verhaltenstechniken, Strukturvorlagen, Reflexionsformate. Jedes Werkzeug wurde in Pilotgruppen erprobt und angepasst.
Die Werkzeuge wurden in ein strukturiertes Lernprogramm überführt. Die Reihenfolge der Module folgt einer pädagogischen Logik: erst verstehen, dann üben, dann transferieren.
Das Programm wird von einem kleinen Team entwickelt und durchgeführt, das selbst mit dem Muster vertraut ist.
Verhaltensbasiertes Lernen
Verantwortlich für die Konzeption und Durchführung der Gruppenmodule. Hintergrund in Lernpsychologie und Gruppenmoderation.
Methodik und Materialien
Entwickelt die Kursunterlagen, Reflexionsformate und Transferaufgaben. Arbeitet eng mit der Kursleitung zusammen, um Theorie und Praxis zu verbinden.
Koordination und Kommunikation
Erster Ansprechpartner für Interessierte und Teilnehmer. Koordiniert Anmeldungen, beantwortet Fragen und sorgt für reibungslose Abläufe.
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